Digitales Glossar

Technische Begriffe aus Webentwicklung, Cloud und Online-Marketing – klar und verständlich erklärt.

Cloud & Architektur

SaaS – Software as a Service
Lizenz- und Vertriebsmodell, bei dem Software-Anwendungen über das Internet als Dienst bereitgestellt werden. Der Anwender installiert nichts lokal – er greift per Browser oder App auf die Software zu und zahlt meist ein monatliches Abonnement. Beispiele: Microsoft 365, Salesforce, Slack.

PaaS – Platform as a Service
Cloud-Dienstleistung, die Entwicklern eine vollständige Plattform zum Erstellen, Testen und Bereitstellen von Webanwendungen zur Verfügung stellt – ohne eigene Server-Infrastruktur verwalten zu müssen. Beispiele: Microsoft Azure App Service, Google App Engine.

IaaS – Infrastructure as a Service
Die unterste Cloud-Schicht: Anbieter stellen virtualisierte Hardware bereit – Server, Netzwerktechnik und Datenspeicher. Unternehmen mieten diese Infrastruktur und betreiben darauf eigene Betriebssysteme und Anwendungen. Beispiele: Amazon Web Services EC2, Microsoft Azure VMs.

IoT – Internet of Things
Bezeichnet das Netzwerk physischer Objekte, die über das Internet miteinander verbunden sind und Daten austauschen – von Smart-Home-Geräten über Industriesensoren bis zu vernetzten Fahrzeugen. Jedes Gerät besitzt eine eindeutige IP-Adresse und kann Informationen senden und empfangen.

MVC – Model View Controller
Entwurfsmuster zur Strukturierung von Software in drei klar getrennte Schichten: das Model verwaltet Daten und Geschäftslogik, die View ist für die Darstellung zuständig, und der Controller steuert die Kommunikation zwischen beiden. MVC erleichtert Wartung, Testbarkeit und Wiederverwendbarkeit von Code.

Webentwicklung

API – Application Programming Interface
Eine definierte Schnittstelle, über die zwei Software-Systeme miteinander kommunizieren. Eine API legt fest, welche Anfragen ein System entgegennimmt und welche Antworten es zurückgibt – ohne dass die interne Implementierung offengelegt werden muss. REST-APIs sind im Web der Standard.

CMS – Content-Management-System
Software, mit der Website-Inhalte ohne Programmierkenntnisse erstellt, bearbeitet und verwaltet werden können. Ein CMS trennt Inhalt und Design – Redakteure arbeiten im Backend, ohne den Quellcode anzufassen. Bekannte Systeme: WordPress, TYPO3, Contentful.

HTML – Hypertext Markup Language
Die Struktursprache des Webs. HTML beschreibt mit sogenannten Tags (z. B. <h1>, <p>, <a>), wie Inhalte auf einer Seite angeordnet und semantisch bedeutet werden. Suchmaschinen lesen HTML, um den Inhalt einer Seite zu verstehen.

CSS – Cascading Style Sheets
Gestaltungssprache, die das visuelle Erscheinungsbild von HTML-Dokumenten steuert – Farben, Abstände, Schriften, Animationen und Layout. CSS ist vom HTML-Inhalt getrennt, was Änderungen am Design ermöglicht, ohne den Inhalt anzutasten.

CSHTML – Razor Pages / ASP.NET View
Dateiformat für ASP.NET-Anwendungen, das HTML und C#-Programmlogik kombiniert. Die Razor-View-Engine verarbeitet die Datei serverseitig und generiert daraus reines HTML, das an den Browser gesendet wird. Ideal für dynamische Webseiten mit Datenbankanbindung.

iframe – Inline Frame
HTML-Element, das ein externes Dokument oder eine externe Website innerhalb der aktuellen Seite einbettet. Häufiger Einsatz: Google Maps, YouTube-Videos oder externe Formulare. Suchmaschinen crawlen iframe-Inhalte eingeschränkt – für SEO-relevante Inhalte sollte kein iframe genutzt werden.

Open Source
Software, deren Quellcode öffentlich zugänglich ist und von der Community eingesehen, verändert und weiterentwickelt werden darf. Open-Source-Projekte sind oft kostenlos nutzbar. Bekannte Beispiele: Linux, WordPress, Bootstrap. Gegenteil: proprietäre Software mit geschlossenem Quellcode.

Sicherheit & Verschlüsselung

SSL – Secure Sockets Layer / TLS – Transport Layer Security
Protokoll zur Verschlüsselung der Datenübertragung zwischen Browser und Webserver. Ein SSL/TLS-Zertifikat aktiviert HTTPS und verhindert, dass Dritte den Datenverkehr mitlesen oder manipulieren. Google wertet HTTPS als positives Rankingsignal – ohne SSL-Zertifikat stufen Browser die Seite als „nicht sicher" ein.

RSA – Rivest-Shamir-Adleman
Weit verbreitetes asymmetrisches Kryptographieverfahren für Verschlüsselung und digitale Signaturen. Es verwendet ein Schlüsselpaar: Der öffentliche Schlüssel verschlüsselt Daten oder prüft Signaturen – er kann offen verteilt werden. Der private Schlüssel entschlüsselt und signiert – er bleibt geheim. RSA ist Grundlage von HTTPS und digitalen Zertifikaten.

SEO & Online-Marketing

SEO – Suchmaschinenoptimierung
Gesamtheit aller technischen und inhaltlichen Maßnahmen, die darauf abzielen, eine Website in den organischen (unbezahlten) Suchergebnissen möglichst weit oben zu platzieren. SEO unterteilt sich in OnPage-SEO (Inhalte, Struktur, Ladezeit) und OffPage-SEO (Backlinks, Autorität). Gutes SEO erhöht die Sichtbarkeit dauerhaft – ohne Klickkosten.

SEA – Suchmaschinenwerbung
Bezahlte Anzeigen in Suchmaschinen, die oberhalb oder unterhalb der organischen Ergebnisse erscheinen. Das bekannteste System ist Google Ads. Abgerechnet wird in der Regel per Klick (CPC-Modell). Im Gegensatz zu SEO erzeugt SEA sofortige Sichtbarkeit – endet jedoch, sobald das Budget aufgebraucht ist.

SEM – Suchmaschinenmarketing
Oberbegriff für alle Aktivitäten, die die Sichtbarkeit einer Website in Suchmaschinen verbessern. SEM umfasst sowohl SEO (organisch, kostenlos) als auch SEA (bezahlte Anzeigen). Ziel ist es, möglichst viele qualifizierte Besucher über Suchmaschinen zu gewinnen.

CTR – Klickrate
Verhältnis von Klicks zu Impressionen, ausgedrückt als Prozentsatz. Formel: CTR = Klicks ÷ Impressionen × 100. Beispiel: 80 Klicks bei 1.000 Impressionen ergeben eine CTR von 8 %. Im SEO-Kontext zeigt die CTR, wie ansprechend Titel und Meta-Description in den Suchergebnissen sind.

CPC – Kosten pro Klick
Abrechnungsmodell im Online-Advertising, bei dem für jeden Klick auf eine Anzeige ein bestimmter Betrag fällig wird. Der CPC hängt vom Keyword-Wettbewerb und der Qualität der Anzeige ab. Auch als Pay-per-Click (PPC) bekannt. Der CPC ist eine der wichtigsten Kennzahlen zur Bewertung der Effizienz von Werbekampagnen.